Bauerspiel-Turnier bei MännerFit&mehr

8. Bauerspiel-Turnier bei MännerFit&mehr im Turnverein 1965

Vor geraumer Zeit erklärten wir im Zusammenhang mit unserer Wintermeisterschaft im Boßelspiel das „& mehr“ in unserem Namen, MännerFit&mehr. Die Erklärung formulierte, dass wir von den drei großen „B“ sprechen. Dies sind inhaltlich das Boulespiel, das Boßelspiel und das Kartenspiel Bauer. Nun war es wieder soweit, dass wir unsere achte interne Bauerspiel-Meisterschaft austrugen. Zwanzig Kerle stellten sich der Anforderung an das Spiel. Es gilt, clever mit dem in den einzelnen Spielen zugeteilten Blatt das Beste zu erreichen. Gute Spieler „machen aus nix ebbes“, was die Siegchance erhöht. Es gehört die Hoffnung dazu, dass der hinzugeloste Partner auch den Ansprüchen genügt. Nun, nicht alle zwanzig Spieler hatten den gleichen Leistungsstand. Der Personenkreis muss diesbezüglich als absolut heterogen gesehen werden. Und genau dieser Aspekt sorgt aber im Endeffekt für ein gerechtes Ergebnis.
Das Turnier war so organisiert, dass in fünf Einzelrunden an fünf Tischen gespielt wurde. Jeweils auf fünf „Knoddele“. Somit konnte das Spielergebnis entweder 5:0, 4:1 oder 3:2 sein. Die erzielten „Malusknoddele“ wurden dem Einzelspieler gut (!!) geschrieben.
Man kann meinen, so ein Turnier zu spielen ist Spaß pur, somit ist die Situation gegeben, entspannt einen schönen Abend erleben zu können. Wer so meint, vergisst, dass der Mensch im „Kampf“ auch siegen will. Der Blick in die Gesichter der Spielenden verrät es, dass ein großer Teil davon diesen Willen in sich tragen. Es sind keine verbissenen Gesichtszüge, aber doch angespannte. Insbesondere bei denen, die sich aufgrund ihres Leistungsstandes Siegchancen ausrechnen. Noch deutlicher erkennbar wurde dieses Focussierte während den Spielrunden. Dann, wenn die aktuell gespielten schon eine Tendenz auf Sieg oder Niederlage erkennen lassen. Die Falten im Gesicht erscheinen tiefer und die Lippen gepresst schmäler. Dann aber auch wieder das Gegenteil. Ein sichtbarer Fatalismus zeigt sich. Begleitet von sich selbst tröstenden Sprüchen wie: „isch hann bis jetzd kää gescheite Kaarte grieht“, oder „jetzd hann isch die ganz Woch mem Beschde unnerm Koppkisse geschloof, unn ?, doch nix“.

Also, ein Spiel braucht Sieger, und es gab auch – dieses Mal – drei !! Die im Endeffekt gleiche Punktzahl an „Knoddele“ ergab diese Situation. Da die Zeit bereits fortgeschritten war – es war bereits nach Mitternacht – wurde der Entschluss gefasst, keinen Sieger heraus zu spielen. Auch entschied man sich gegen einen Losentscheid. Damit sind die Sieger:

Fritz Bohn, Kurt Heiland, Frank Schwarzbach

Hipp, hipp, hurra !